LET GO FOR FLOW
- Julie

- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Es ist einer dieser Momente auf dem Platz:
Mein Gegner setzt zum Schlag an. Ich denke: „Jetzt zeig ich's dir. Den Punkt hole ich mir.“
Der Ball fliegt übers Netz. Ich hole aus. Und in dem Moment, in dem ich treffe, weiss ich:
Das wird nichts.

Nicht, weil ich es nicht kann. Sondern weil ich es zu sehr wollte.
Zu viel Kontrolle. Zu viel Ehrgeiz. Zu wenig Raum für Bewegung. Zu wenig im Jetzt.
Der Körper zieht zu früh an. Mein Blick ist schon im Ziel. Und der Ball landet genau dort, wo er immer landet, wenn ich unbedingt gewinnen will:
Im Out.
Es ist faszinierend, wie ehrlich diese Momente sind. Wie schnell sie zeigen, was gerade wirklich da ist.
Instant Feedback auf meine innere Verfassung.
Diese Momente passieren nicht nur auf dem Platz. Ich sehe sie überall.
In Gesprächen, die zu sehr gesteuert sind. In Entscheidungen, die nicht für den Moment, sondern für den Fall der Fälle getroffen werden. In Business-Ideen, die „richtig“ sind, sich aber nicht richtig anfühlen.
Wir versuchen, besser zu werden, indem wir mehr kontrollieren. Mehr optimieren. Mehr nachdenken. Mehr wollen.
Und verlieren genau das, was es eigentlich braucht: Präsenz. Für freien Ausdruck.
Flow ist kein Ergebnis von Technik. Sondern von innerer Ausrichtung. Von Klarheit. Von Vertrauen. Und von der Bereitschaft, Kontrolle loszulassen.
Beim nächsten Schlag werde ich wieder ruhiger. Ich bleibe beim Ball – nicht beim Resultat. Und plötzlich geht es. Der Schlag passiert einfach. Leicht. Klar. Stimmig.
Ich habe aufgehört, gegen mich zu arbeiten. Und bin bei mir geblieben.
→ Wo versuchst du noch zu kontrollieren, statt Dinge einfach passieren zu lassen?
Stay in the now.
Yours truly,
Julie 💕
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